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Lautstärke

Unsere Ohren nehmen die Druckschwankungen der Luft wahr, unser Gehirn bewertet die vom Hörnerv übertragenen Signale und "macht" ein Geräusch daraus. Geräusche setzen sich meistens aus vielen Schwingungen mit unterschiedlichem Schalldruck und unterschiedlichen Frequenzen zusammen.

Kopf eines Mannes mit hervorgehobenem Ohr Quelle: Suva, Schweiz

Je größer der Schalldruck ist, desto lauter wird das Geräusch gehört. Je schneller die Druckschwankungen aufeinander folgen, dass heißt je höher die Frequenz ist (Anzahl der Schwingungen pro Sekunde), desto höher wird der Ton empfunden.

 

Ob wir ein Geräusch hören, ist also vom Schalldruck und von der Frequenz abhängig.

 

Das menschliche Gehör kann Druckschwankungen der Luft als Schall wahrnehmen, deren Frequenz etwa zwischen 16 Hz und 16 kHz liegen. Allerdings sinkt die obere Hörgrenze mit zunehmendem Lebensalter ab.

 

Die Lautstärkeempfindung des menschlichen Ohrs ist allerdings nicht nur von der Stärke der Druckschwankungen, sondern auch von der Frequenz der Töne abhängig. Bei demselben Schalldruckpegel werden sehr tiefe und sehr hohe Frequenzen relativ leiser in unserem Ohr registriert, während die Frequenzen zwischen 400 und 4000 Hz als wesentlich lauter empfunden werden. Hierfür wurden international Kurven gleicher Lautstärkeempfindung ermittelt.

 

Die wahrgenommene Lautstärke wie auch die Gefährdung des Gehörs hängt im wesentlichen von der Empfindlichkeit (physiologischen Charakteristik) unserer Ohren ab.

 

(In der Lärmprävention wird allerdings der Begriff "Lautstärke" heute nicht mehr benutzt. Stattdessen spricht man von "Schalldruckpegel").

Abbildung ISO 226: "Kurven gleicher Lautstärkepegel"

ISO 226:
"Kurven gleicher Lautstärkepegel"