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Wie geben wir Lautstärke an?

Portrait von Alexander Graham BellDie Lautstärke wird heute als Schalldruckpegel bezeichnet. Sie wird in der physikalischen Einheit Bel, nach Alexander Graham Bell, dem Erfinder des Telefons, gemessen.

 

Üblich ist der Begriff Dezibel (dB) entsprechend 1/10 Bel. An der unteren Hörgrenze (Hörschwelle), d.h. bei 0 dB(A) kann man einen Ton der Frequenz 1000 Hz gerade nicht mehr hören; an der Schmerzschwelle, d.h. bei etwa 120 dB(A) empfindet man schon nach kürzester Zeit Schmerzen.

 

Der Zusatz (A) drückt aus, dass es sich hierbei um eine auf das menschliche Ohr abgestimmte, frequenzbewertete Größe handelt.

 

Das gesunde menschliche Ohr kann in Hörschwellennähe eine Schallpegeldifferenz von 3 dB(A) noch unterscheiden. Bei höheren Schallpegeln von z.B. 70 dB können Normalhörende auch bis zu 1 dB-Sprünge wahrnehmen.

 

Zwar hängt die vom Ohr empfundene Lautstärke von der aufgenommenen Schallenergie ab, jedoch wächst die empfundene Lautstärke viel langsamer als der Schalldruck und damit die Gefährdung, der das Ohr ausgesetzt ist.

 

Eine Verzehnfachung des Schalldrucks, d.h. der Gefährdung empfinden wir gerade mal als doppelte Lautstärke!

 

Sehr hohe Schalldruckpegel sind besonders gefährlich und werden auch über Spitzenpegel beurteilt. Das Messverfahren orientiert sich dann an der Schmerzschwelle des Gehörs.

Vorsicht: Eine Verzehnfachung des Schalldrucks, d.h. der Gefährdung empfinden wir gerade mal als doppelte Lautstärke!