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Ausgewählte Vergleiche zwischen Dezibel und Schalldruck Dezibel Schalldruck
in Pa
Kettensäge in1m Entfernung 110 6,3
Disko 1 m vom Lautsprecher 100 2
Dieselmotor 10 m entfernt 90 0,63
Rand einer Verkehrsstraße 5 m 80 0,2

 

Wie misst man Lärm?

Lärm kann man nur indirekt messen, weil er eine subjektive Empfindung darstellt. Physikalisch / technisch wird der Schalldruck, also der Druck, mit dem die Luft unser Trommelfell zum Schwingen bringt, erfasst. Das Gehör kann den gigantischen Schalldruckbereich von 0.00002 Pa (Hörschwelle) bis 20 Pa (Schmerzschwelle) verarbeiten. Der größte Schalldruck von 20 Pa ist also eine Million Mal größer als der kleinste noch wahrnehmbare Schalldruck. (Pa = Pascal, Einheit des Drucks. 1 Pa = 10-5 bar).

 

Dies entspricht aber in keiner Weise dem empfundenen Lautstärkeeindruck, denn Geräusche werden nicht millionenfach lauter gehört. Das Gehör kann Schalldruckpegel zwischen 0 dB und 120 dB verarbeiten. Eine Erhöhung des Pegels um 10 dB nehmen wir etwa als Verdoppelung der Lautstärke wahr, obwohl dabei eine etwa 10fach höhere Gehörgefährdung besteht.

 

Schalldruckpegel

Der Schalldruckpegel, vereinfacht als Lautstärke bezeichnet, wird in der physikalischen Einheit Bel, nach Alexander Graham Bell, dem Erfinder des Telefons, gemessen. Üblich ist der Begriff Dezibel (dB) entsprechend 10 Bel. Physikalisch ausgedrückt ist der Schalldruckpegel ein logarithmisches Maß für das Verhältnis zwischen dem gemessenen Schalldruck und einem Bezugsschalldruck.


Der Zusatz (A) hinter der Maßeinheit dB drückt aus, dass es sich hierbei um eine frequenzbewertete, auf das Empfinden des menschlichen Ohrs abgestimmte Größe handelt. 3 dB(A) ist die Lautstärkedifferenz, die der Mensch in Hörschwellennähe gerade noch unterscheiden kann. Sie entspricht allerdings schon einer Verdoppelung der Gehörgefährdung.

Bei einer Verzehnfachung des Schalldrucks und damit der Gehörgefährdung empfinden wir die Lautstärke als "nur" doppelt so hoch.

 

Ab einem Beurteilungspegel von 85 dB(A) muss der Unternehmer den Beschäftigten geeigneten Gehörschutz zur Verfügung stellen. Übersteigt der Beurteilungspegel 90 dB(A) muss der Beschäftigte den Gehörschutz tragen. (Diese Werte werden in zukünftigen Regelwerken jeweils um 5 db(A) gesenkt werden.!)

Um eine doppelte Lautstärke-Empfindung zu erhalten, benötigt man die 10fache Leistung (Schalldruck)!


Bsp: 300 W mal 10 = 3000 W (3000 Watt sind "nur" doppelt so laut wie 300 Watt!)

 

Hörschwelle: 0dB (=0.00002Pa)
Schmerzgrenze: 120 dB (=20Pa)