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Was ist wie laut?

Da unser Lärmempfinden sehr subjektiv funktioniert, ist zwar eine Grenze zwischen angenehmen und störenden Geräuschen schwer zu ziehen, allerdings ist Lärm über 85 dB(A) mit einem erhöhten Gehörverlustrisiko verbunden.

 

Auf Lärm reagieren Menschen sehr unterschiedlich. Mit wachsenden Pegeln nehmen jedoch die negativen Wirkungen unerwünschter Geräusche zu. Gleichzeitig steigt der Prozentsatz der sich gestört fühlenden Personen an.

 

Bei vorübergehender Einwirkung liegen im Wohnumfeld die körperlichen Reaktionen auf Geräusche unter 85 dB(A) in der Regel im Bereich der menschlichen Anpassungsfähigkeit. Gesundheits- und Leistungsbeeinträchtigende Folgewirkungen von "Lärmstress" treten jedoch schon deutlich früher auf. Als gesundheitlich beeinträchtigend sieht man heute im Wohnumfeld Dauerbelastungen ab 60 bis 65 dB(A) an. Bei Pegeln ab 40 bis 45 dB(A) können sich die Schlafstadien ändern. 

 

Bei Werten über 60 dB(A) wird von Belästigungen und erheblichen Belästigungen gesprochen. Hier leiden die Leistungs-, Kommunikations- und Konzentrationsfähigkeit, das soziale Verhalten sowie die Schlafqualität. Die Erholsamkeit des Schlafes wird häufig bereits ab 25 bis 30 dB(A) als gestört empfunden.

 

Bei Lärm am Arbeitsplatz gelten international sogenannte "Lärmminderungsziele":

"Lärmminderungsziele sollten auf der Grundlage beruhen, dass Geräusche unter Berücksichtigung des technischen Fortschrittes, des Produktionsprozesses, der Arbeitsaufgaben und der Lärmminderungsmaßnahmen auf den niedrigst möglichen Pegel reduziert werden müssen."


Folgende in DIN EN ISO 11690-1* empfohlenen Zielwerte sollten bei der Geräuschimmission bzw. -exposition nicht überschritten werden:

a) in industriellen Arbeitsstätten: < 80 dB(A),
b) für routinemäßige Büroarbeit: < 55 dB(A),
c) für Tätigkeiten, die besondere Konzentration verlangen: < 45 dB(A).

 

*DIN EN ISO 11690-1 "Richtlinien für die Gestaltung lärmarmer maschinenbestückter Arbeitsstätten; Teil 1: Allgemeine Grundlagen"

Lautstärken-Übersicht ausgewählter Situationen Quelle: Suva, Schweiz