Bei einem Brand sollte grundsätzlich immer sofort die Feuerwehr alarmiert werden. Der Laie kann schlecht einschätzen, ob er das Feuer wirklich selbst löschen kann oder er sich selbst dabei in Gefahr bringt. Gelingt es nicht, das Feuer zu löschen, muss doch die Feuerwehr gerufen werden. Dann kann es aber schon zu spät sein! Für den Ernstfall gilt immer im Grundsatz: Personenrettung vor Brandbekämpfung! Erst nach der Rettung von Menschen können Löschversuche unternommen werden. Vorausgesetzt, es handelt sich um kleine Entstehungsbrände und es besteht keine Eigengefährdung. Bei größeren Bränden und starker Rauchentwicklung (80% aller Todesfälle bei Bränden gehen auf Rauchvergiftung zurück) verhält sich richtig, wer sich sofort in Sicherheit bringt und keine Löschversuche unternimmt.
Diese Reihenfolge sollte im Brandfall immer eingehalten werden:
- den Brand mit genauer Ortsbeschreibung melden
- gefähdete Personen warnen, verletzte Personen mitnehmen und den gekennzeichneten Rettungswegen folgen
- keine Aufzüge benutzen
- eigene Löschversuche
112 - Der europaweite Notruf der Feuerwehr

Nach Ausbruch eines Feuers bleiben rund vier Minuten Zeit, um sich in Sicherheit zu bringen. Das ist nicht viel, deshalb sollte jeder genau wissen, was zu tun ist.
Welcher Feuerlöscher ist der richtige?
Feuerlöscher müssen deutlich sichtbar angebracht und jederzeit frei zugänglich sein. Jeder im Betrieb sollte nicht nur wissen, wo der nächste Feuerlöscher ist, sondern auch damit umgehen können. Unser Tipp: Öfter mal die Gebrauchsanweisung durchlesen und wenn der Arbeitgeber eine Brandschutzschulung anbietet, unbedingt teilnehmen!
Damit ein Feuerlöscher im Ernstfall einwandfrei funktioniert, muss er regelmäßig gewartet und geprüft werden. Die Anzahl und Art der Feuerlöscher im Betrieb richtet sich nach der Betriebsgröße und den vorhandenen brennbaren Stoffen.
| Brandklassen |
Brandart |
Löschsubstanz |
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feste Stoffe aus überwiegend organischem Material (z. B. Holz, Papier, Stroh, Textilien, Kohle) |
Wasser, Schaum, Pulver |
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flüssige oder verflüssigende Stoffe (z. B. Benzin, Öle, Fette, Lacke, Teer, Alkohol) |
Schaum, Pulver, Kohlendioxid |
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Gase (z. B. Methan, Propan, Wasserstoff, Acetylen) |
Pulver |
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Metalle (z. B. Magnesium, Aluminium, Natrium, Kalium) |
Pulver |
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Brände von Speisefett und Speiseöl |
Speziallöschmittel |
So löscht man richtig
Feuerlöscher aus der Halterung nehmen, Sicherheitsstift oder -lasche ziehen, Schlagknopf betätigen, Feuer mit kurzen, gezielten Stößen (von unten nach oben) löschen, genug Abstand zum Feuer halten; eingesetzte Feuerlöscher, auch wenn nur ein Teil des Löschmittels verbraucht wurde, nicht mehr aufhängen. Melden, dass Löscher ersetzt werden müssen. Bei Feuer im Freien zum Schutz vor Rauch, Feuer und Löschmittel immer in Windrichtung und von vorn nach hinten löschen.
Die richtige Löschtaktik:

Mit dem Wind löschen!

An der Flammenwurzel von vorne nach hinten löschen!

Brennen feste Stoffe, stoßweise löschen!

Brennen Flüssgkeiten, in einem Zug flach über die Brandfläche löschen!
Das sollte jeder für seinen Arbeitsplatz wissen:
- Wo sind die Fluchtwege und Notausgänge? Weiße Pfeile auf grünem Grund zeigen die Fluchtrichtung und den nächsten Ausgang an.
- Was gibt es an Brandmelde- und Brandschutzeinrichtungen? (Manueller Brandmelder, Brandschutztelefon)
- Wo ist der nächste Feuerlöscher und wie wird er bedient? Gibt es noch andere Löscheinrichtungen wie Löschdecke oder Wandhydrant?
- Wie verhalte ich mich im Ernstfall