

Die Ergonomie beschäftigt sich mit dem Zusammenwirken von Mensch, Arbeit und Technik. Ihr Ziel ist eine menschen- und körpergerechte Gestaltung des Arbeitsplatzes. Das gilt für den einzelnen Arbeitsplatz genauso wie für die gesamte Arbeitsumgebung (Raumklima, Lärm, Gefahrstoffe, Beleuchtung), Arbeitsmittel (Werkzeuge, Möbel, Geräte), die Regelung von Arbeitszeiten und die Arbeitsorganisation.
An einem Bildschirmarbeitsplatz kommt es z. B. darauf an, dass der Bildschirm blendfrei aufgestellt ist. Stuhl und Arbeitstisch sollten verstellbar sein. Je nach Arbeitsumgebung werden bestimmte Temperaturen vorgeschrieben. Für einen Büroarbeitsplatz sind das in der Regel 21 bis 22 °C, bei hohen Außentemperaturen max. 26 °C; die relative Luftfeuchtigkeit soll möglichst im Bereich von 50 bis 65 % liegen und Zugluft vermieden werden.
| Überwiegende Arbeitshaltung | Arbeitsschwere | ||
| leicht | mittel | schwer | |
| sitzen | +20°C | +19°C | - |
| sitzen und/oder gehen | +19°C | +17°C | +12°C |
Für schwere Lasten sind Hilfs- und Transportmittel bereitzustellen und die Arbeit ist möglichst so zu organisieren, dass sich Stehen, Sitzen und Gehen miteinander abwechseln. Für die bisher genannten Punkte ist der Unternehmer zuständig. Aber auch der Arbeitende sollte einige Regeln beachten: Was nützen die neuesten körpergerechten Bürostühle und -tische, wenn sich keiner die Mühe macht, sie richtig einzustellen. Wer schwere Kisten und Werkstücke lieber selbst trägt als die verfügbare Transporthilfe zu benutzen, verhält sich nicht gesundheitsbewusst. Und eine nach ergonomischen Gesichtspunkten gestaltete Maschine oder Anlage nützt nichts, wenn man sich eine falsche Arbeitshaltung angewöhnt. Denkt an Euren Rücken: Beschwerden des Bewegungsapparates sind mit rund 27 % die häufigste Ursache von krankheitsbedingtem Arbeitsausfall.

Dynamisches Sitzen