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JAHRESTHEMA
2021/22

Hautschutz und Hautgefährdung

Das Thema des Präventionsjahres von Jugend will sich-er-leben 2021/22 lautet Hautschutz. Das Motto ist: "Hauptsache Hautsache – Schützen. Reinigen. Pflegen."

 

Hauterkrankungen und Hautschäden sind ein Präventionsthema mit hoher Relevanz: Hauterkrankungen gehören zu den am häufigsten gemeldeten Berufskrankheiten. Daher lohnt es sich, die jungen Erwachsenen und Auszubildenden frühzeitig mit diesem Thema zu konfrontieren. Außerdem: Hauterkrankungen treffen Menschen aller Altersgruppen und in allen Lebensbereichen.

Berufsbedingte Hauterkrankungen treten am häufigsten an den Händen auf, aber auch andere Körperregionen, besonders Gesicht und Unterarme, können betroffen sein. Für Personen mit empfindlicher Haut und solche, bei denen die Haut bereits vorgeschädigt ist, gilt ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Typische Anzeichen für eine berufsbedingte Hautschädigung oder beginnende Hauterkrankung sind: trockene, raue Haut, Juckreiz, Brennen, Rötung, Bläschen, nässende Hautverletzungen, Schmerzen, Schuppung, Schrunden und Risse. Hauterkrankungen können – neben dem persönlichen Leid und den Schmerzen – auch mit sozialer Ausgrenzung einhergehen. Für die gesetzliche Kranken- und Unfallversicherung sind Hauterkrankungen zudem mit hohen Kosten verbunden.

 

Hautschutz bedeutet: die Haut schützen, die Haut reinigen, die Haut pflegen

Das STOP-Prinzip im Bereich der Arbeit

 

Präventionsmaßnahmen im Bereich der Haut folgen grundsätzlich dem STOP-Prinzip. Hautgefährdungen im Beruf sind sehr unterschiedlich. Gemeinsam ist allen Gefährdungen: Grundsätzlich ist der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin verantwortlich für den Hautschutz am Arbeitsplatz. Das Unternehmen muss eine Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) durchführen, es hat alle Gefährdungen am Arbeitsplatz zu ermitteln und geeignete Schutzmaßnahmen abzuleiten.

Hautprävention bei der Arbeit folgt dem STOP-Prinzip. Dazu gehören die Substitution sowie technische und organisatorische Schutzmaßnahmen. Verbleibt danach ein Restrisiko, sind die Beschäftigten gefordert, die vom Arbeitgeber vorgegebenen persönlichen Schutzmaßnahmen für das Vermeiden von Hautgefährdungen umzusetzen. Dieses Prinzip gilt nicht nur im Bereich Hautschutz, sondern generell und für alle Gefährdungen am Arbeitsplatz.

 

SSUBSTITUTIONz.B. Ersatz hautgefährdender Arbeitsstoffe durch einen weniger hautgefährdenden Stoff oder Nutzung von Verfahren, bei deren Handhabung kein oder nur geringer

Hautkontakt besteht

TTECHNISCHE SCHUTZMASSNAHMEN

z. B. Verwendung von Arbeitsgeräten, durch die Hautkontakt vermieden wird, beispielsweise Zangen, Gabeln, Schöpfwerkzeuge

OORGANISATORISCHE SCHUTZMASSNAHMEN

z. B. Wechsel von Feucht- und Trockenarbeit oder Verzicht auf das Arbeiten in der Mittagssonne, wenn die UV-Strahlung besonders intensiv ist

PPERSÖNLICHE SCHUTZMASSNAHMEN

z. B. Schutzhandschuhe tragen, um Verschmutzungen zu verringern und aggressive Hautreinigung zu vermeiden, oder Kopfbedeckung tragen für den Sonnenschutz

Der beste Schutz vor beruflichen Hauterkrankungen ist konsequenter Hautschutz

 

Zum optimalen Hautschutz gehören:

  • das Tragen geeigneter Schutzhandschuhe
  • die systematische Anwendung geeigneter Hautschutzmittel
  • eine möglichst schonende Hautreinigung
  • eine systematische Hautpflege

Der Hand- und Hautschutzplan

 

Wichtig für den Hautschutz im Beruf ist das Wissen um konkrete Schutzmaßnahmen am konkreten Arbeitsplatz. Dafür gibt es die sogenannten Hand- und Hautschutzpläne. Beschäftigte finden darin Informationen, welche Hautpräparate oder Schutzhandschuhe für welche Arbeit an welchem Arbeitsplatz geeignet oder vorgeschrieben sind. Zu den Hautpräparaten gehören Hautschutz-, Hautreinigungs- und Hautpflegemittel.

Die Erstellung der Hand- und Hautschutzpläne liegt in der Verantwortung der Arbeitgeberin bzw. des Arbeitgebers und findet unter sicherheitstechnischer und betriebsärztlicher Beratung statt. Es gibt verschiedene Muster für den Aufbau von Hand- und Hautschutzplänen, die an die jeweilige Arbeitsplatzsituation/ Tätigkeit angepasst werden müssen. Darin sind gegebenenfalls auch geeignete Schutzhandschuhe oder Händedesinfektionsmittel vorgesehen.

Typische Anzeichen und Symptome für eine berufsbedingte Hautschädigung oder beginnende Hauterkrankung

 

• trockene Haut• Rötung• Schuppung
• raue Haut• Bläschen• Schwellung
• Juckreiz• nässende Hautverletzungen• Schrunden            
• Brennen• Schmerzen• Risse

Das JWSL-Unterrichtskonzept
und das JWSL-Unterweisungskonzept

Hauterkrankungen treffen Menschen aller Altersgruppen und in allen Lebensbereichen. Darum ist es wichtig, junge Erwachsene und Auszubildende frühzeitig für dieses Thema zu sensibilisieren.

Die Themen der letzten 4 JWSL-Jahre auf einen Blick

Wir müssen reden

JWSL-Jahresthema 2020/21

Warum gute Kommunikation für sicheres und gesundes Arbeiten wichtig ist und wie sie gelingen kann.

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Leben ohne Sucht

JWSL-Jahresthema 2019/20

Die WHO schätzt, dass zwischen 20 und 25 Prozent aller Arbeitsunfälle unter dem Einfluss von Alkohol passieren. 

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Richtig falsch machen

JWSL-Jahresthema 2018/19

Mit Fehlern offen und verantwortungsbewusst umzugehen, ist eine Aufgabe, die man lernen muss.

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Sicher hin und zurück

JWSL-Jahresthema 2017/18

Lieber nicht ablenken lassen! Gefährdungen rechtzeitig erkennen, um Wegeunfälle zu verhindern. 

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Die neuen JWSL-Animationsfilme 
und der JWSL-Unterrichtsfilm
 

Der Unterrichtsfilm liefert erste Impulse zu Aufbau und Funktion der Haut, Sonnenschutz, Haut und Psyche und dem Phänomen Snapchat Dysmorphophobie.

In vier Animationsfilmen erfährt man etwas über Hautschutz im Beruf, die Entstehung eines Ekzem, Hautgefährdungen im Überblick und das STOP-Prinzip.

 

Zu den Filmen

 

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VIER JWSL-THEMEN IM ÜBERBLICK

Kommunikation, Suchtprävention, Fehlerkultur und Wegeunfälle

JWSL-MEDIATHEK ZUM NACHSEHEN

Alle Filme aus dem aktuellen Programmjahr 2021/22

DAS JWSL-PROGRAMM

Alle Hintergrundinformationen zu Jugend will sich-er-leben

HAUTSCHUTZ

Das aktuelle Jahresthema für das Berufsschuljahr 2021/22